Vortrag von Silvia Langen im März:

Die Kunst liegt in der Natur: spektakuläre Skultpurenparks und Kunstlandschaften

Es war eine veritable Weltreise, die uns Silvia Langen bei unserem März-Vortrag in der Gräfelfinger Seidlhofstiftung zuteil werden ließ; bis nach Neuseeland wurden wir mitgenommen auf einen hochspannenden Grenzgang zwischen Gartenkultur und bildender Kunst. Im Laufe des Abends konnten wir immer mehr nachempfinden, wie viele Reisen, wie viel Zeit, wie viel Energie und wie viel Motivation unsere wunderbare Referentin aufgebracht haben muss, um so tief in ihr Thema einzutauchen und darin eine bewunderungswürdig profunde Kompetenz zu erreichen.

Wir lernten völlig neue Dimensionen von Skulpturenparks , Land-Art und Kunstlandschaften kennen; Dimensionen, die sich wohl niemand von uns vorher in dieser Form hat vorstellen können. Vom Unterwassergarten „Museo subacuatico de Arte“ des englischen Künstlers und leidenschaftlichen Tauchers Jason de Caires vor der Küste Mexikos (dort wurde eine komplette künstliche Parallelwelt auf dem Meeresboden verankert ) über das 1,2 Hektar große, durchkomponierte Gartenreich „Little Sparta“ des schottischen Künstlers Ian Hamilton Finlay (1925 – 2006) am Fuße der Pentland Hills im Süden von Edinburgh, die



Vortrag im Bürgerhaus Gräfelfing am 14. Februar

Dr. Thomas Weiss, langjähriger Direktor der Stiftung des Gartenreiches Dessau-Wörlitz nahm uns mit auf eine Reise durch diese magische Garten-Kultur-Landschaft im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt.

Und er verstand es meisterhaft, uns zu ver- und bezaubern mit dem Esprit seiner ehemaligen Wirkungsstätte, der die europäische Gartenkultur so viel verdankt.

Wir lernten an diesem Abend, dass es bei der gewaltigen Wörlitzer Park-Anlage beileibe nicht nur um Fragen der Landschafts- und Gartengestaltung ging und geht, sondern dass es vielmehr die grundlegenden Gedanken und Visionen der europäischen Aufklärungs-Philosophie sind, die das geistige Fundament für die Entstehung eines solchen Garten- und Landschafts- Wunders gelegt haben.

Und das mit den damals regierenden, „aufgeklärten“ Fürsten als aktiven Protagonisten.

Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus und für alle Anwesenden war dieser Abend eine nachhaltige Motivation, sich auf den Weg zu machen in dieses eigentlich gar nicht weit entfernte, aber leider immer noch viel zu wenig besuchte Garten-Kultur-Juwel in der Mitte Europas.



„Gartenanlagen in Japan – Pflanzenverwendung zwischen Abstraktion und Landschaftlichkeit“

Vortrag von Prof. Swantje Duthweiler am 17. Januar

Alle Zuhörer/innen,denen dieses Thema möglicherweise zunächst etwas sperrig daherkam, wussten am Ende sehr genau , worum es an diesem Abend ging. Nicht kleine, feine Privat-Gärten(-chen) wurden verhandelt, sondern weiträumig gestaltete Kultur-Landschaften auf höchstem gartenkulturellen Niveau und geprägt von einer profunden Garten-Philosophie, welche weltweit ihresgleichen sucht. Wir sahen - für uns ausgesprochen ungewöhnlich - monochrome Stauden-Pflanzungen von gewaltigen Ausmaßen (die einen ebenso gewaltigen Pflege-Aufwanderfordern), traumhaft schöne und penibel geschnittene Koniferen- „Wälder“, deren Moos-Unterpflanzungen akkurat von jeder herabfallenden Kiefern-Nadel gesäubert werden, präzise angelegte Kies- und Fels-Formationen und, und, und ...

Wir waren einfach überwältigt und bei nicht wenigen Zuhörerinnen und Zuhörern wuchs das Bedürfnis, diese fernöstlichen Garten-Wunder-Welten selbst einmal intensiv zu bereisen und in Augenschein zu nehmen.



Für unseren letzten Tages-Ausflug des Jahres hatten wir einen angenehm sonnigen Herbsttag erwischt, wir trafen uns am Eingang des Botanischen Gartens und schon von weitem leuchteten uns die farbenfrohen Herbstblüher wie Astern, Silberkerzen, Eisenhüte usw. entgegen, auch viele Rosen standen noch in überraschend üppigem Flor.

Ein wunderbarer Anblick und weiterer Beleg dafür, dass  sich attraktive Pflanzungen mit der richtigen Auswahl bis weit in den Spätherbst erreichen lassen. Höhepunkt der Anlage ist aber zweifellos der 4.500 qm große Japanische Garten, welcher der Stadt Augsburg 1985 von ihren beiden japanischen Partnerstädten Nagahama und Amagasaki zum Geschenk gemacht wurde. Er wurde Gartenvorbildern in