Morgens brechen wir auf nach Feldkirchen-Westerham, wo wir von Petra Steiner in ihrem grünen Reich erwartet werden. Über ihren Garten schreibt Petra Steiner: „... einmal vom Gartenvirus infiziert, entstand unter Verwendung typisch italophiler Gestaltungsmerkmale wie Brunnen und Balustraden ein mediterran anmutender Garten, der mit Hilfe von immergrünen Hecken und Bögen in verschiedene Themenbereiche untergliedert worden ist ...

In den üppigen, farblich abgestimmten Blumenrabatten sorgen 200 Rosen, an die 100 Hortensien, Päonien, Phloxe und andere ausdauernde Blüher für einen sehr langen Blütenflor. Unser ca. 2.000 qm großer Garten lebt von dem Kontrast zwischen scheinbar streng barocker Struktur und ländlicher Natürlichkeit, ist aber auf Grund seiner „good bones“ rund ums Jahr auch zur blütenlosen Jahreszeit attraktiv“. Das klingt wirklich vielversprechend, also



Bei bestem Sommerwetter trafen sich ca. 20 Mitglieder und Freunde der Gartengesellschaft zum Besuch der Stadtgärtnerei/Baumschule Bischweiler in München-Untergiesing. Seit 1897 ist dieses Areal mit seinem Baumbestand und den Themengärten - Rosen, Flieder, Giftpflanzen, Duft- und Tastgarten und jetzt neu Magnolien –  ein Refugium für gestresste Stadtbewohner mitten in der Stadt (davon konnten wir uns mit eigenen Augen überzeugen) und gleichzeitig Produktionsstätte für Bäume, Sträucher, Stauden usw. für die gärtnerische Gestaltung des öffentlichen Raumes sowie städtischer Anlagen. Die Gartenanlage hat in ihrer Grundstruktur und ihrem Wegenetz die Zeiten überdauert. Alle Pflanzen sind beschildert, sodass sich Gartenfreunde Anregungen für ihren Garten holen können bis hin zu asiatischen Schönheiten wie dem Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) und dem Taschentuchbaum (Davidia involucrata).

Peter Schlinsog, Sachgebietsleiter Baumschulen der Stadt München, ließ es sich nicht nehmen, uns höchst selbst und höchst kompetent durch seine Wirkungsstätte zu führen, sodass auch



Unser erstes Ziel war am Vormittag der in seiner Art sicher einzigartige Privat-Garten von Dr. Philipp Huthmann.

Wehmut lag in der Luft, als Dr. Huthmann uns gleich am Beginn seiner Führung durch sein grünes Paradies zu verstehen gab, dass er aus gesundheitlichen Gründen diese Art von Garten-Führungen wohl nicht mehr lange würde anbieten können. Dieser Garten-Philosoph ist in den über 40 Jahren seiner gärtnerischen Tätigkeit tiefeingedrungen in die verschiedensten Garten-Philosophien der unterschiedlichsten Garten-Kulturen dieser Welt und hat diese Weisheit in sein 15.000qm großes Garten-Juwel gewissermaßen übersetzt. Seine Erkenntnisse kann er seinen Zuhörern ausgesprochen anschaulich und auf berührende Weise vermitteln. Wir sind Dr. Huthmann sehr dankbar für die kenntnisreiche Führung durch seine ganz besondere Garten-Welt, ein unvergessliches Erlebnis. Adieu und ... ad multos annos.

Der Nachmittag gehörte



Tagesexkursion am 19. Mai: Garten- / Parkanlage von Schloss Nymphenburg in München sowie

Botanischer Garten München

 „...die Aristokraten fühlten sich hier wie Halbgötter im Elysium und so benahmen sie sich auch...“ mit dieser treffenden Beschreibung führte uns unser Schlosspark-Guide,

unser verehrter Dr. Christoph Engels, in die Befindlichkeit und das Lebensgefühl der Bewohner von Schloss Nymphenburg ein, der bayrischen Herrscher-Familie im 18. und 19. Jahrhundert.

Wir hatten uns anlässlich unserer ersten Ganztags-Exkursion in diesem Jahr zahlreich im wunderbaren Park des Schlosses eingefunden, um diesem Lebensgefühl nachzuspüren bzw. zu erfassen, welche Art von Garten- und Parkanlage eine solche Befindlichkeit mehr oder weniger zwangsläufig nach sich zog und zieht. Und um es gleich zu sagen, wir wurden natürlich nicht enttäuscht.

Wir hatten Glück, es war ein warmer Frühlingstag und der  Schlosspark zeigte sich von seiner allerbesten Seite; frühlingshaftes, frisches und üppiges Grün umgab uns überall, kurzum der Park war gewissermaßen in Hochform. Dr. Engels blätterte vor uns die jahrhundertelange, gartenhistorische Entwicklung dieses einzigartigen Parks, seiner Gestalter und seiner Genießer – jener „Halbgötter im Elysium“ - mit immer neuen Episoden und Hintergrund-Informationen auf. Wir wurden vertraut gemacht mit