Baumschule Bischweiler. Peter Schlinsog, Sachgebietsleiter Baumschulen im Baureferat der Stadt München und „Herr“ über die städtischen Pflanzen-Produktions-Anlagen, empfing uns am Morgen, um uns auf einem ausgedehnten Spaziergang die diversen Areale dieser grünen Oase mitten in der Stadt zu präsentieren. Wir begannen mit dem teilweise bereits blühenden Rosengarten, wo ca. 8.500 Rosenstöcke aus 230 Sorten auf ca. 4.500 qm kultiviert werden. Viele der hier gezeigten Sorten haben Namen mit Ortsbezug: Isarperle, Bayernland, Münchner Kindl, Gruß aus Bayern etc.; Peter Schlinsogs Liebling? „Sweet Pretty, kein Prädikat, aber total hübsch“ und „...die Staubgefäße haben eine tolle Farbe...“. Weiter ging es durch Stauden- und Strauch-Quartiere, wo der grüne Nachschub für Münchens Grünanlagen, Schulen, Kitas oder Straßenränder wächst. Für die Magnolienblüte war es leider schon



Vortrag am 25. April im Bürgerhaus

Kletterpflanzen und ihre Verwendung bei Fassaden - und Dachbegrünung

Referent: Wolfgang Heidenreich, Büro Greencity München

Angesichts zunehmender Luft-Verschmutzung und -Erwärmung in unseren Innenstädten und gleichzeitig immer dichterer Bebauung mit weiterer Reduzierung von Grünflächen sind neue und kreative Ideen hinsichtlich der Schaffung von Grünzonen in der Vertikalen gefragt. Wir lernten, welch hochwirksame Klima-Anlagen die vertikalen Grünflächen darstellen und das ohne Stromverbrauch. Des weiteren präsentierte der Referent weltweite Beispiele gelungener, grüner Fassadenarchitektur, die auch



Vortrag von Silvia Langen im März:

Die Kunst liegt in der Natur: spektakuläre Skultpurenparks und Kunstlandschaften

Es war eine veritable Weltreise, die uns Silvia Langen bei unserem März-Vortrag in der Gräfelfinger Seidlhofstiftung zuteil werden ließ; bis nach Neuseeland wurden wir mitgenommen auf einen hochspannenden Grenzgang zwischen Gartenkultur und bildender Kunst. Im Laufe des Abends konnten wir immer mehr nachempfinden, wie viele Reisen, wie viel Zeit, wie viel Energie und wie viel Motivation unsere wunderbare Referentin aufgebracht haben muss, um so tief in ihr Thema einzutauchen und darin eine bewunderungswürdig profunde Kompetenz zu erreichen.

Wir lernten völlig neue Dimensionen von Skulpturenparks , Land-Art und Kunstlandschaften kennen; Dimensionen, die sich wohl niemand von uns vorher in dieser Form hat vorstellen können. Vom Unterwassergarten „Museo subacuatico de Arte“ des englischen Künstlers und leidenschaftlichen Tauchers Jason de Caires vor der Küste Mexikos (dort wurde eine komplette künstliche Parallelwelt auf dem Meeresboden verankert ) über das 1,2 Hektar große, durchkomponierte Gartenreich „Little Sparta“ des schottischen Künstlers Ian Hamilton Finlay (1925 – 2006) am Fuße der Pentland Hills im Süden von Edinburgh, die



Vortrag im Bürgerhaus Gräfelfing am 14. Februar

Dr. Thomas Weiss, langjähriger Direktor der Stiftung des Gartenreiches Dessau-Wörlitz nahm uns mit auf eine Reise durch diese magische Garten-Kultur-Landschaft im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt.

Und er verstand es meisterhaft, uns zu ver- und bezaubern mit dem Esprit seiner ehemaligen Wirkungsstätte, der die europäische Gartenkultur so viel verdankt.

Wir lernten an diesem Abend, dass es bei der gewaltigen Wörlitzer Park-Anlage beileibe nicht nur um Fragen der Landschafts- und Gartengestaltung ging und geht, sondern dass es vielmehr die grundlegenden Gedanken und Visionen der europäischen Aufklärungs-Philosophie sind, die das geistige Fundament für die Entstehung eines solchen Garten- und Landschafts- Wunders gelegt haben.

Und das mit den damals regierenden, „aufgeklärten“ Fürsten als aktiven Protagonisten.

Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus und für alle Anwesenden war dieser Abend eine nachhaltige Motivation, sich auf den Weg zu machen in dieses eigentlich gar nicht weit entfernte, aber leider immer noch viel zu wenig besuchte Garten-Kultur-Juwel in der Mitte Europas.