Vor 35 Jahren erwarben wir ein altes, renovierungsbedürftiges Haus mit einem ebensolchen Garten. Nachdem das Grundstück von Wildlingen und abgestorbenen Bäumen befreit war, zeigte sich ein langer,  spitz zulaufender Südosthang - ein Tortenstück! Die ersten sechs Jahre waren geprägt von der Instandsetzung des Hauses, danach bestimmten für einige Jahre die Bedürfnisse der Kinder das Gesicht des Gartens.



In den sechziger Jahren sind wir mit unseren damals 3 kleinen Kindern  in ein Neubaugebiet vor die Tore Frankfurts gezogen. Für heutige Verhältnisse war das  Grundstück mit ca. 700 qm großzügig bemessen. Es wurde mit einem zweigeschossigen Einfamilienhaus bebaut und von Anfang an war der Garten eine große Freude für alle Familienmitglieder.

 

Inzwischen weiß ich natürlich, dass es sehr sinnvoll gewesen wäre, sich grundsätzliche Gedanken zur Gartengestaltung zu machen, als erstes einen richtigen Gartenplan zu erstellen, in dem alle unsere Wünsche an die Nutzung unseres Grundstücks erfasst und eingetragen wären. Nichts von allem: blauäugig, aus dem Bauch heraus gingen wir daran, unser Paradies zu gestalten. Aus heutiger Sicht waren unsere Ansprüche an den Garten denkbar schlicht: Es sollte ein Freiraum entstehen, in dem unsere Kinder vor allem spielen konnten -  im Sand, auf dem Rasen, im Planschbecken, später Tischtennis u.s.w. Und natürlich abgeschirmt sollte alles sein, ein intimer Raum, wo der Vater nach getaner Arbeit sich auch mal  unbeobachtet zu den Kindern ins Planschbecken setzen u. die Mutter hin und wieder am helllichten Tag im Liegestuhl ruhen konnte ohne der sozialen Ächtung des dörflichen Umfeldes ausgeliefert zu sein.

 



Im Sommer 2012 saßen einige Gartenfreundinnen und –freunde zwischen Bauschuttcontainern in unserem zukünftigen Garten. Das Gelände war seit Jahren nicht mehr gepflegt worden und hatte durch die Renovierungen im Haus sehr gelitten Natürlich machte ich mir von Anfang an Gedanken zur Gartengestaltung, zunächst stellte ich mir vor allem halbrunde Flächen und geschwungene Linien vor. Diese Pläne gingen jedoch nie auf; hatte ich hier etwas verbessert, ergab sich dort ein neues Problem. Besonders der ramponierte geschwungene Weg von der Gartenpforte zur Haustür bereitete mir Kopfzerbrechen.

 



Mit dem Kauf unseres Hauses auf einem 6oo m² großen Grundstück begann mein nun 33 Jahre währendes Gartenabenteuer. Wie mein Garten auszusehen hatte, wusste ich sofort. Ein im richtigen Maßstab konstruiertes Pappmodell diente mir als Vorbild. Es sollte ein romantischer Garten werden, mit geschwungenen, in Buxus und Stein gefassten Beeten – eine grüne Oase mitten in der Stadt.

 

1983 wurde eine große Terrasse mit einem Hang an der Ostseite und einer Sandsteinmauer an der Südseite gebaut. Drei Treppen führten in den Garten. Die Beete formte ich nach und nach und fasste sie entweder mit Backsteinen oder mit Pflastersteinen ein. Teilweise pflanzte ich Buxus oder Euonymus dazu, die Pflanzen dafür zog ich selbst.

 



Impressionen

Tortenstück mit Hanglage

Bilder aus dem Garten der Familie Flügel-Schäfer

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Impressionen

Freude am Garten - lebenslang Roswitha Compters Garten

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