Gestaltung bienenfreundlicher Gärten – ein Tagesausflug in die Uckermark

Uckermark kleinWir hatten großes Glück, am Sonntag, dem 22. September war wunderschönes Ausflugswetter und so fuhren wir mit dem Auto in Fahrgemeinschaften oder mit der Bahn zu unserem Mitglied Brigitte Rohde, die uns in ihren ländlichen Privatgarten in einem kleinen Dorf in der Uckermark eingeladen hatte.

Aus Berlin hatten wir unsere Referentin, Frau Dr. Corinna Hölzer, und ihren Mann Cornelis Hemmer von der Stiftung „Mensch und Umwelt“ mitgebracht. Wir hatten Frau Hölzer eingeladen, weil sie mit ihrem Mann die Initiative „Deutschland summt“ gegründet hat und eine Expertin für die Gestaltung bienenfreundlicher Gärten ist.

Bei Frau Rohde angekommen, wurden wir



gb19 p pipilotti rist homo sapiens sapiens klein

gb19 p garten heather philipson mesocosmic indoor overture kleinAm Donnerstag haben sich einige unserer Mitglieder zu einem After-Work-Museumsbesuch im Martin-Gropius-Bau getroffen. Dort läuft zu Zeit die Ausstellung "Garten der irdischen Freuden". Es war etwas anders als ich erwartet habe, aber durchaus sehenswert. Interessant fand ich die unterschiedliche Auseinandersetzung der Künstler mit dem Thema. Mittelpunkt der Ausstellung ist der Mittelteil eines Triptychons von Hieronymus Bosch "Garten der Lüste" aus dem 16. Jahrhundert. Ein Wimmelbild, daß das Paradies darstellen soll. "Paradies", dieser Begriff entnommen aus dem altpersischen  pairidaza „Garten, umzäuntes Landstück“, aus pairi „rundum“ und  altpers. da?za „Mauer“ ist das zentrale Thema dieser Ausstellung. 21 Künstler haben sich mit diesem Thema auseinander gesetzt und die Installationen könnten unterschiedlich nicht sein. Für mich war "Der Duft des Nachtjasmins" eine der schönsten Installationen. Bedrückend fand ich das Foto vom Gefängnishof von Nelson Mandela in dem sich in der Ecke ein Stück grün befand, welches durch die Häftlinge gepflegt wurde, und auch die Installation von Lungiswa Gqunta, bestehend aus einer Fläche von abgeschlagenen Colaflaschen als Rasenfläche. Aufgrund der Apartheid waren Rasenflächen nur für die reichen Weißen vorgesehen, und diese haben sich auch durch Mauern geschützt auf denen



ParadiesAn einem zunächst verregneten Tag, der dann doch angenehm warm wurde, erreichten wir Eden. Ein Autobahnteilstück und auch einige S-Bahnhöfe waren gesperrt. Allen Widrigkeiten zum Trotz fluteten unsere Mitglieder und Gäste. Aber wer möchte nicht einmal wenigstens einen Blick ins Paradies werfen? Herr Gödde, ein Vorstandsmitglied, erklärte uns sehr lebendig die Ausstellung. 1893 gründeten die pflastermüden, großstadtgeplagten Vegetarier und Berliner die Genossenschaft. Sie wollten exemplarisch die größten Menschheitsprobleme lösen. Sie wollten gesund leben und gemeinsam den Boden besitzen.

Die Gründungsmitglieder und Leiter „empfingen“ uns schon im Flur. So auch Herr Landmann, der die Pflanzenmargarine erfand. In dem Hauptraum konnten wir



LotusLotusstempelDunkelgrau und schwer hingen die Wolken über der Autobahn, als wir Richtung Frankfurt (Oder) fuhren. Die Sonnenblumen auf den Feldern winkten mit ihren gelben Blütenblättern. Seerosen sind Wasser gewöhnt und Gartenbesucher sind abgehärtet. Aber bei strömenden Regen Seerosen bewundern? Die beiden Berliner Hotelmanager empfingen uns in Groß Rietz. Sie erzählten uns, dass Seerosen Gewitter spüren und sich deshalb ca. zwei Stunden vorher schließen. Die Seerosen waren geöffnet. Einer der Züchter, Herr Meyer, ist auf diesem Bauernhof groß geworden. Die 92jährige Oma von Herrn Meyer lebt dort. Sie „schmeißt den Betrieb“ unter der Woche. Unterstützt wird sie von vier Laufenten. Sie fressen die Schnecken. Denn Schnecken mögen Seerosen.

Als wir uns alle auf dem urigen Bauernhof versammelt hatten, öffnete sich der Himmel. Die Enten watschelten ins Trockene. Wir eilten in ein Gewächshaus. Dort empfingen uns