Am 22.07.2017 trafen sich 10 Mitglieder der Gartengesellschaft aus dem Köln/Bonner Raum und 6 Gäste auf dem Museumsvorplatz der Bundeskunst- und Ausstellungshalle.

Der Anlass war zum einen, unseren Mitgliedern in diesem Raum eine Möglichkeit zu geben, sich kennenzulernen und die momentane Ausstellung des Museums „Iran - Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste“ sowie den dazugehörenden persischen Garten auf dem Museumsvorplatz zu besuchen.

Waltraud Schuler und Uta Vogtt vom Orgateam der Gesellschaft zur Förderung der Kultur hatten eine Führung organisiert. Sehr informativ, kurzweilig und spannend wurden wir von Herrn Dietz durch die spannende Ausstellung und den Garten geführt. Es wurden zum Teil Exponate gezeigt, die

gerade erst bearbeitet und noch nicht im Iran zu besichtigen waren:

Verborgene Schätze der iranischen Kulturen der Frühzeit, vom 7. Jahrtausend v. Chr. bis zum Aufstieg der Achämeniden im 1. Jahrtausend v. Chr.. Die Ausstellung öffnet Perspektiven auf eine in Europa wenig bekannte Bildwelt aus einem über Jahrzehnte verschlossenen Land. Es gilt das Wort von Dschal?l ad-D?n Muhammad ar-R?m? einem persischen Sufi-Mystiker, Gelehrten und einem der bedeutendsten persischsprachigen Dichter des Mittelalters:„Jenseits von richtig und falsch gibt es einen Ort. Hier können wir einander begegnen.“ Die Besucher der Ausstellung vertreten sehr verschiedene Kulturen. Umso schöner, dass wir an diesem Morgen, diesen Satz auch so erleben durften. Im Anschluss an die Führung durch die Ausstellung besuchte unsere Gruppe den Persichen Garten auf dem Museumsvorplatz. Wir tauchten ein, in die Welt eines persischen Gartens. Zugleich umfing uns Wassergeplätscher und wir verspürten das Bedürfnis, uns hinzusetzen und eine Pause einzulegen. Im Iran gibt es mehrere Gärten und Gartenanlagen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden. Dies ließ sich in einem Film anschaulich nachvollziehen.

Den ältesten überlieferten Persischen Garten ließ Kyros der Große im 6. vorchristlichen Jahrhundert anlegen. «Man muss nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat.» Dieses persische Sprichwort zeugt von der Bedeutung und Wertschätzung der Gärten in Iran. Tatsächlich geht das moderne Wort „Paradies“ auf den avestischen Begriff pairidaeza, Umfriedung, zurück. Daraus wurde im Mittelpersischen Pardes und in der griechischen Überlieferung paradeisos.

Daraus wurde unser bekanntes Wort „Paradies“. Wer Lust und Laune hat, den Garten zu besichtigen kann dies noch bis 15.10 2017 wahrnehmen. Abgerundet wurde das Treffen durch einen Besuch in der Buchhandlung mit Erwerb interessanter Gartenliteratur und einer Stärkung im Museumscafé. Besonders erfreulich für das Orgateam ist, dass sich ein Teil der Gäste spontan entschieden hat, unserer Gesellschaft beizutreten.