„Blütengärten der Zukunft“ - Vortrag von Prof. Swantje Duthweiler am 5.2.2019

Bei ihrem Vortrag wurde deutlich, dass dieses Thema seit über 100 Jahren viele Garten-Visionäre der Neu-Zeit beschäftigt hat. Hierzu gibt es Buch-Veröffentlichungen renommierter Garten-Künstler, angefangen von dem Vater der deutschen Staudenzucht-Tradition Karl Förster bis zu Richard Hansen, dem Begründer des Staudensichtung-Gartens in Freising-Weihenstephan. Angesichts von massenhaftem Insekten- und Bienen-Sterben bekommt das Thema „Blütengärten der Zukunft“ heute eine völlig neue und unerwartete Wendung, denn niemand hätte sich vor noch 30 Jahren vorstellen können, dass es einmal ausgerechnet die Garten-Besitzer sein würden, denen - angesichts einer pestizid-getriebenen Agrar-Industrie -  eine große Verantwortung für unseren Insektenbestand zukommen würde.

Insekten- und Bienen-Freundlichkeit ist deshalb heute



Es war ein Vortrags-Abend der Superlative, mit dem der Zweig Oberbayern der Gartengesellschaft ins neue Jahr starten konnte. Wir konnten an diesem Abend die nahe und fernere Zukunft der internationalen Gartenkunst erleben, präsentiert von einem wahren Groß-Meister seiner Zunft, Christopher Bradley–Hole. Gleich zu Anfang seines Vortrages wurde deutlich, auf welchem geistigen Fundament sich dieser international agierende Garten-Künstler positioniert hat, angefangen bei den von den Philosophen der griechischen Antike ( Platon, Aristoteles, Euripides ) formulierten Grundprinzipien der Geometrie über die in der Renaissance-Malerei wiederentdeckten Gesetze des Goldenen Schnitts als ideale Gesetzmäßigkeiten ästhetischer Proportionierung, bis hin zur Begrifflichkeit der niederländischen Konstruktivisten der „de Stijl“ – Bewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts (Theo van Doesburg, Mondrian etc.) sowie den Bauhaus Künstlern vom Format eines Josef Albers und Le Corbusier. Offenkundig ist das die kulturelle Basis, auf der nachhaltige Garten-Kunst entstehen kann, denn alle genannten Einflüsse sind in der einen oder anderen Form in Bradley-Hole’s Projekten erlebbar.

Und was wir dann an konkreten Projekten zu sehen bekamen, übertraf



Die erste Station des Exkursionstages war der herbstliche Staudensichtungsgarten in Weihenstephan, in dem wir eine fast zweistündige, fachlich wie immer hoch interessante Führung durch die technische Leiterin der Anlage, Frau Ulrike Leyhe, erhielten. Das Feuerwerk an herbstlichen Farben begann bei den Zaubernüssen mit kontrastierender Unterpflanzung, setzte sich über vielgestaltige Gräser, in allen Violett-Tönen blühende Herbstastern, Persicaria-Arten usw. fort. Besonders eindrucksvoll war die Staudenwiese, die wir 2017 kurz nach der Neuanlage erleben konnten. Eine vielfältige, ohne Plan angelegte Gemeinschaft aus Horstgräsern und robusten Blütenstauden ist zu einem bunten, insekten-freundlichen Gesamtwerk zusammengewachsen. Der schwere Lehmboden war mit einer dunklen



Feste feiern (am liebsten im Garten) - auch das ist Gartengesellschaft ! Und dass der Zweig Oberbayern feste feiern kann, das wurde an diesem Tag wieder einmal deutlich: Mit ca. 50 Gästen hatten wir ausgesprochen regen Zuspruch. Ein strahlender Sommer-Tag, lange, weiß gedeckte Tafeln, allerbeste Stimmung und last but not least ein super-leckeres Barbecue, eine richtige „tavolata“ eben, wie unsere italienischen Nachbarn eine so große Tisch-Gesellschaft zu nennen pflegen. Einige hatten zum Glück auch Badeanzüge/-hosen dabei; der vor der Garten-Tür gelegene und zu dieser Zeit richtig warme Ammersee erfreute sich regen Bade-Zuspruchs bei den Mitgliedern.

Ein ausgiebiger Garten-Rundgang mit intensiven Fachsimpeleien durfte natürlich nicht fehlen, wobei auch