Ursula Schnitzke-Spijker ist am 28. Mai 2017 gestorben. Jeder, der ihren Garten und die fantasievolle Einrichtung ihres Hauses je gesehen hat, wird sie nicht vergessen. Sie war eine begnadete Gärtnerin und kreative Designerin und vor allem von einem ungeheuren Gestaltungswillen getrieben, dem sie trotz ihrer Behinderung durch schweres Rheuma immer folgte und der ihr Kraft gab und Ansporn war.

Nachdem sie mit ihrem Mann Klaas Spijker angefangen hatte, den Garten der Mutter

behutsam umzugestalten, gewann sie 1991 gleich den 2. Preis beim Privatgartenwettbewerb der Zeitschrift Schöner Wohnen. 1995 beteiligten sich Schnitzke-Spijkers an der Offenen Gartenpforte in Hessen und 2000 gehörten sie zu den Initiatoren der Gründung des Zweiges Rhein-Main der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur. Nachdem ihr Mann 2004 gestorben war, ließ sie sich nicht unterkriegen, beteiligte sich weiter an der Offenen Gartenpforte und machte sogar noch den Führerschein.

Die letzte große gestalterische Herausforderung war 2014 die Renovierung des Elternhauses nach dem Tod der Mutter und die Gestaltung des verkleinerten Gartens. Nachdem alles nach ihren Vorstellungen gelungen war, war sie mit ihren Kräften am Ende - sie nahm keine Rücksicht auf sich und war getrieben von dem Willen alles so perfekt wie möglich und ihrem Anspruch entsprechend einzurichten.

Die Schönheit ihres Gartens wurde von renommierten Gartenfotografen für Zeitschriften, Bücher  und Gartenkalender eingefangen - das wird die Erinnerung an ihr Gartenparadies und seine Gärtnerin wachhalten. Die Trauerfeier fand am 10. Juni 2017 auf dem alten Friedhof in Gelnhausen, Ortsteil Hailer, statt.

(Ilse Henning)