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Cover Brakemeier Der Traum vom englischen Garten auf dem LandeBei der Fülle der jährlich neu erscheinenden Gartenbücher freut sich der Leser, auf einen Band zu stoßen, der die Gartenerfahrungen der Autoren sachlich und nüchtern darstellt. Der üppige Titel des Buches „Der Traum vom englischen Garten auf dem Lande. Wie aus dem Nichts ein Paradiesgarten geschaffen wurde“ ließ zunächst nicht Gutes erwarten. Umso größer die Überraschung und die Freude, als sich das Buch von Oliver Kipp und Karsten Brakemeier als unprätentiöser und erfrischend aufrichtiger Erfahrungsbericht aus der Gartenpraxis erwies, der den Büchern von Manfred Lucenz und Klaus Bender an die Seite gestellt werden kann. Die Autoren sind keine Laien, auch wenn der Klappentext



Cover Berger Wiener GartenkunstWahrlich geht es um „viel herrlich und schöne Gärten“, wie es im Titel des Buches heißt, das dem historisch interessierten Gartenfreund die Ergebnisse der Erforschung von 600 Jahren Wiener Gartenkunst zugänglich macht. Autorin Eva Berger rollt das wichtige kulturelle Erbe der Stadt anhand  markanter Beispiele von Gärten und Parks der österreichischen Landeshauptstadt auf, die in chronologischer Rheinfolge vorgestellt werden. Darüber hinaus bietet sie einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu dieser Thematik, der sich leider in manchen Teilen bislang recht mager ausnahm. Umso wichtiger ist daher dieses Buch, das vorhandene Lücken zu schließen versucht. Lediglich die Zeit des Mittelalters



Cover Philososphie des GärtnernsEs gibt Begriffe, die sind nicht geschützt. „Philosophie“ ist so einer. Er wird inflatorisch und großzügig für alles benutzt, was eine Ähnlichkeit mit „Nachdenken über“ oder „Reden über“ hat. Bezeichnungen wie „Kleine Philosophie der Mathematik“ oder „Kleine Philosophie der Macht“ nehmen sich sehr bescheiden aus neben einer Reihe, die seit kurzem im Mairisch Verlag herausgegeben wird. Dort gibt es u.a. „Die Philosophie des Laufens“, „Die Philosophie des Kochens“ und auch „Die Philosophie des Gärtnerns“. Der letztgenannte Titel gewann 2017 den 1. Preis in der Sonderkategorie „Beste Gartenprosa und Lyrik" bei der Verleihung des Deutschen Gartenbuchpreises. Ein solcher Titel weckt große Erwartungen, denn



Anderton SDie grossen Gaertner kleinBraucht es wirklich noch ein weiteres Buch über berühmte Gartengestalter – zumal eines, das als Übersetzung eines englischen Titels daherkommt? Ein deutliches „Ja“, denn was zuerst als großes Manko des Buches aus der Feder des Gartenjournalisten Steven Anderton erscheinen mag, ist zugleich sein großer Vorteil: Es legt seinen Fokus recht deutlich auf englische und englischsprachige Gartengestalter. Auch wenn im Buch Gärtner aus gut einem Dutzend Nationen vorgestellt werden, mag man zwar zunächst also so manchen Gartenkünstler vermissen. Gerader aber im englischsprachigen Raum gibt es jede Menge hervorragende, (zu) wenig oder vielen Gartenfreunden noch gänzlich unbekannte Gestalter des grünen Fachs kennenzulernen. Selbst profunde Kenner der Materie werden hier