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Cover Hauschild Akanthus und ZitronenWas wissen wir eigentlich über die Gartenkunst der Römer? Manch einer kennt die Gärten von Pompeji mit ihren Gartenrekonstruktionen und herrlichen Wandmalereien, die Gärten zeigen. Doch wie die römischen Gärten tatsächlich ausgesehen haben, ist kaum bekannt. Und so begibt sich die Kunsthistorikern Stephanie Hauschild auf eine gärtnerische Spurensuche in der Antike. Anhand von archäologischen und literarischen Zeugnissen, aber auch Bildern von Malern des 19. Jahrhunderts, die ihre Vorstellung römischer Gärten auf die Leinwand brachten, lässt sie für uns eine faszinierende Welt wiedererstehen. Der Leser erfährt, wo



Wer mehr weiß, sieht auch mehr – das ist auch Gartenreisenden hinlänglich bekannt. Und doch sollte man meinen, das ein Gartenführer über die Insel Mainau, die jährlich 1,2 Millionen Besucher anlockt, schlichtweg überflüssig sein sollte. Schließlich ist das Blumenparadies im Bodensee nun wirklich hinlänglich bekannt und von fast jedem Gartenfreund bereits besucht worden. Und doch gelingt es Markus Zeiler, dem Gartendirektor dieses grünen Eilands, mit seinem Buch, der berühmten Gartenanlage der Mainau immer noch etwas Neues und bislang nicht Gekanntes für Leser und Gartenbesucher zu entlocken. Unter anderem macht eine interessante Einführung in die Historie dieser Gartenanlage besser verständlich, wie und warum die einzelnen Gartenbereiche entstanden sind und wer in den verschiedenen Entwicklungsphasen der Blumeninsel die entscheidenden Akzente setzte und auch noch heute setzt. Die begleitenden Fotografien von Peter Allgaier lassen die ganze gärtnerische Bandbreite der Insel und ihre variantenreiche Bepflanzung im Jahreslauf zu einer schönen Erinnerung an einen inspirierenden Gartenbesuch werden.

 

Zeiler, Markus: Die Gärten der Blumeninsel Mainau. Ulmer Verlag 2017



Wenn einer das grüne Erbe Berlins kennt, ist es Klaus-Henning von Krosigk. Er zählt zu den Begründern der Gartendenkmalpflege in Deutschland und erforscht die grünen Anlagen Berlins seit langem. Mit seinem Buch „Gartenkunst in Berlin. Schmuckplätze, Gärten und Parkanlagen in der Hauptstadt“ bietet er nun einen spannenden Überblick über die deutsche Metropole, die von über 2.500 öffentlichen Plätzen, Gärten und Parkanlagen geprägt wird. Wer Berlins Geschichte wirklich kennenlernen und verstehen will, sollte sich auf die Suche nach ihrem gartenkünstlerischen Reichtum machen. Denn die Geschichte der ehemaligen preußischen Haupt- und Residenzstadt wird in ihrem reichem Pflanzen- und Skulpturenschmuck auf Plätzen und in Parks erlebbar. Auch die Villengärten und das Siedlungsgrün der frühen Moderne haben den Charakter Berlins entscheidend geprägt. Der wertvolle Gartenführer leitet den Interessierten durch die schönsten und interessantesten Grünanlagen der einzelnen Bezirke einer faszinieren grünen Stadt. Endlich sind diese in einem Buch vereint! Im Anhang finden sich zudem wertvolle biografische Angaben zu den wichtigsten Gartenarchitekten, die uns diese grüne Pracht hinterlassen haben.

Von Krosigk, Klaus-Henning: Gartenkunst in Berlin. Schmuckplätze, Gärten und Parkanlagen in der Hauptstadt. L&H Verlag 2016.



Dass sich Frauen künstlerisch betätigen, galt lange Zeit als unschicklich und unpassend. Wenn Frauen schon zum Pinsel griffen wollten, dann war es ihnen höchstens gestattet, Blumen zu malen. „Eine Dame soll Blumenmalerin sein, aber nicht Tiermalerin. So fordert es die Welt, der Anstand, die Sitte. Tiermalerin ist an der Grenze des Unerlaubten“, fasst es eine Romanfigur in Theodor Fontanes Buch „Cécile“ kategorisch zusammen. Früher wurden malende Frauen in der Regel nicht als Künstlerinnen wahrgenommen, sondern als „Frauenzimmer“, die einem Zeitvertreib nachgehen. Doch es gab auch Frauen,