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… ohne sein Werkzeug? Die meisten Gartenbücher handeln von schönen Gärten oder haben bestimmte Pflanzengattungen oder gartenhistorische Themen im Blick. Und da sollen Gartenwerkzeuge ein eigenes Buch wert sein? Unbedingt, wird der Gartenfreund nach der Lektüre der „Geschichte des Gartens in 50 Werkzeugen“ von Bill Laws überzeugt sein. Dabei ist der Begriff Werkzeug in dem Buch weit gefasst. Natürlich dürfen dort  Spaten und Grabegabel, Pflanzholz und Sense nicht fehlen. Aber auch 

Gartenhäuser, Fugenbürsten und die Sonnenuhr haben in dem ebenso kundig wie unterhaltsam geschriebenen Band Eingang gefunden. Genauso wie der Radioapparat – mancher hört ja schließlich Musik im Garten – oder auch die Vogelscheuche. Wussten Sie etwa, dass der Rasenmäher ein Kind der Zeit der Industrialisierung Englands war und entstand, weil man fand, dass das Mähen mit der Sense nicht länger zeitgemäß war? Und dass der Gartenschlauch im 17. Jahrhundert erstmals in den Niederlanden aus Segeltuch genäht worden ist? Ein Buch, das sich wunderbar in kleinen „Appetithäppchen“ abends vor dem Einschlafen oder mal eben zwischendurch lesen lässt. Fazit: Bill Laws‘ Buch bietet Gartengeschichte pur aus einem ungewöhnlichen, aber ungeheuer spannenden Blickwinkel!

Laws, Bill: Die Geschichte des Gartens in 50 Werkzeugen, Haupt Verlag, Bern 2016.