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 Der Australier Bill Morrison war in den 70er Jahren auf der Suche nach Möglichkeiten einer nachhaltigen Landwirtschaft und stellte dabei fest, welch negative Einflüsse große Monokulturen auf die Biodiversität und das Bodenleben haben. Nach Beobachtung verschiedener Ökosysteme lebte er mehrere Jahre bei den Aborigines und lernte von ihnen viel über den respektvollen Umgang mit der Natur. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte er das System der „permaculture“. Dieser Denkansatz fordert von seinen Anwendern, die Natur und deren Zusammenhänge genau zu beobachten und aufgrund dieser Erkenntnisse einen achtsamen Umgang mit unserer Umwelt zu entwickeln und zu praktizieren. Das Buch „Permakultur“ aus dem Haupt Verlag stellt uns die Grundlagen dieses Permakultur-Ansatzes vor: Er basiert auf zehn Grundsätzen, die

zunächst ausführlich in ihren Prinzipien und ihrer Vorgehensweise erläutert werden. Anschließend erfährt der Leser, wie er Schritt für Schritt sein eigenes Permakultur-System planen und umsetzen kann. Im zweiten Teil des Buches erläutern erfahrene Permakultur-Designer unterschiedliche Praxisbeispiele, die sich am System von Bill Morrison orientieren: einen Gemeinschaftsgarten in der Stadt, einen Waldrandgarten, einen urbanen Klimagarten, eine ausgeklügelte Wasserlandschaft im Hausgarten oder die Ziegenhaltung in einer Wohnsiedlung. Sicher sind die Vorschläge in dem Buch nicht für jedermann und in allen Teilen umsetzbar, doch geben sie allemal einen wertvollen Denkanstoß, wie man nachhaltiger mit den Ressourcen unseres Planeten umgehen kann. Denn auch wenn man nur einzelne Bausteine des Permakultur-Ansatzes realisiert, trägt man mit dazu bei, das dringend nötige Umdenken hin zu einem sorgsameren Umgang mit unserer Natur zu fördern.


Bachmann, Christoph, Bührer, Eva, Forster, Kurt: Permakultur - Grundlagen und Praxisbeispiele für nachhaltiges Gärtnern, Haupt Verlag 2017.