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Cover Matschiess AvantgardeningDer Garten ist nicht öffentlich. Aber man kann Besuche vereinbaren. Und die lohnen sich sehr und das nicht nur wegen der üppigen Bepflanzung des gut 8200m² großen Areals, sondern auch wegen des Besitzers. Der gibt nämlich herzlich und unprätentiös Auskunft über alles, was es zu sehen gibt, und wie es dazu kam. Nun hat Torsten Matschiess ein Buch über den Garten Alst am Niederrhein geschrieben, das 2017 unter dem Titel AvantGardening – Plädoyer für gegenwärtiges Gärtnern in der neuen Edition Gartenpraxis im Ulmer Verlag erschienen ist. Die Reihe widmet sich ausdrücklich besonderen „Highlights aus den Bereichen Gartengestaltung, Pflanzenwissen und –verwendung“. Ich war skeptisch angesichts des vollmundigen Titels und begann deshalb



 

Biggs MGarten Handbuch 164098Praxis-Handbücher, so meint man, gebe es genug, aber die schiere Anzahl der Bücher sagt bekanntlich nichts über deren Qualität aus. Ganz und gar nicht überflüssig ist jedenfalls ein Handbuch, das 2005 in England erschien und  2016 ins Deutsche übersetzt wurde. Die vier Autoren, allesamt erfolgreiche Journalisten der BBC-Sendung Gardener’s Question Time, haben einen Ratgeber für den Praktiker geschrieben, in dem sie ihr über viele Jahre angesammeltes Gartenwissen zusammentragen. In zwölf Kapiteln, die von der Planung und Anlage des Gartens über die Pflege bis zur Pflanzenvermehrung handeln, geben sie anschaulich und ohne Umschweife Auskunft über alles, was



Immer wieder gibt es Menschen, die es wagen, Altgewohntes in Frage zu stellen und durch beharrliches Forschen andere Wege zu  gehen und so zu ganz neuen Erkenntnissen zu gelangen. In seinem neuen Buch „Aus Liebe zu den Pflanzen“ erzählt der Pflanzenforscher Stefano Mancuso „Geschichten von Entdeckern, die die Welt veränderten“, wie es im Untertitel heißt. Dabei sind es beileibe nicht nur Botaniker, sondern auch Genetiker und Philosophen, Landwirte und Pflanzenliebhaber, die in den letzten fünf Jahrhunderten bahnbrechende Entdeckungen machten. Mancuso erzählt etwa die Geschichte von George Washington Carver, der als erster Schwarzer ein Universitätsstudium absolvierte und seine Landsleute davon überzeugte, dass



 Der Australier Bill Morrison war in den 70er Jahren auf der Suche nach Möglichkeiten einer nachhaltigen Landwirtschaft und stellte dabei fest, welch negative Einflüsse große Monokulturen auf die Biodiversität und das Bodenleben haben. Nach Beobachtung verschiedener Ökosysteme lebte er mehrere Jahre bei den Aborigines und lernte von ihnen viel über den respektvollen Umgang mit der Natur. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte er das System der „permaculture“. Dieser Denkansatz fordert von seinen Anwendern, die Natur und deren Zusammenhänge genau zu beobachten und aufgrund dieser Erkenntnisse einen achtsamen Umgang mit unserer Umwelt zu entwickeln und zu praktizieren. Das Buch „Permakultur“ aus dem Haupt Verlag stellt uns die Grundlagen dieses Permakultur-Ansatzes vor: Er basiert auf zehn Grundsätzen, die