HegmannDr. Joachim Hegmann ist studierter Chemiker und arbeitete lange Jahre in seinem Beruf, aber schon sehr früh interessierten ihn Pflanzen und Insekten. Seine Leidenschaft für Gartengestaltung entwickelte sich erst allmählich. Fasziniert vom Hermannshof in Weinheim und Beth Chattos Credo „right plant – right place“ und ihrem berühmten Kiesgarten entwickelte er nach und nach seinen ganz eigenen Stil und plante viele Jahre private und öffentliche Gärten parallel zum Beruf. Seit 2015 widmet er sich hauptberuflich der Gartengestaltung.

Wilde Wiesen? Neue Ästhetik gepflanzter Staudenwiesen
Über Natur-nahe Pflanzungen („naturalised plantings“) schrieb William Robinson schon 1870 in seinem Buch „The wild garden“. In Deutschland war es ganz sicher Richard Hansen mit seinem Buch "Die Stauden und ihre Lebensbereiche in Gärten und Grünanlagen", der die Pflanzenverwendung maßgeblich und wissenschaftlich fundiert geprägt hat und die Natur näher in die Gärten gerückt hat. Einige große Gärtner des 20. Jahrhunderts wie Georg Arends, Karl Foerster oder Ernst Pagels brachten unzählige neue Schätze ins Staudensortiment und bereicherten die Pflanzen-Palette eines jeden Gestalters immens. Mit seinem Buch „Der Einzug der Farne und Gräser in die Gärten“ nahm Karl Foerster viele Jahrzehnte vorweg, was dann Wolfgang Oehme, Piet Oudolf, Petra Pelz, Cassian Schmidt, Tom Stuart-Smith und viele andere mit ihrer Art eines naturnahen oder naturalistischen Stils fortführten. Begriffe wie „New German Style“, „Dutch Wave“ oder „New Perennial Movement“ beschreiben – meist unzulänglich – welches Verständnis die jeweiligen Gestalter und Pflanzenverwender zu einer naturnahen Pflanzenverwendung haben. In den letzten Jahrzehnten wurden klassische Beetgestaltungen, sei es das „englische Border“, größere Block- oder Mosaikpflanzungen mehr und mehr aufgeweicht und verändert. Die Pflanzungen wurden lockerer, durchmischter, wiesenhafter und wilder. Ein Konzeptbeispiel, besonders im öffentlichen Grün, sind die in Deutschland entwickelten „Mischpflanzungen“.

 

In England sind Nigel Dunett und James Hichmough Vorreiter bei einer Wiesen-artigen Pflanzenverwendung, sehr häufig auch mit Ansaaten. Spannend bei allen Ansätzen, auch bei meinen eigenen Gestaltungen, den Staudenwiesen, ist der Spannungsbogen ausgehend von einer sehr natürlichen Gestaltung, über eine spannende neue Ästhetik bis hin zur freien künstlerischen Interpretation der Natur. Wilde Staudenwiesen lassen daher einen großen Spielraum für Kreativität, für die Verwendung noch wenig bekannten Wildstauden und neuen gärtnerischen Auslesen, die Einbeziehung ökologischer Zusammenhänge, sowohl im öffentlichen großflächigen Grün als auch im kleinen privaten Gartenraum.

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